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Häufige Fragen zur Kinderhospizarbeit

Allgemeine Fragen

Was ist Kinderhospizarbeit?

In der Kinderhospizarbeit werden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einer lebensverkürzenden Erkrankung sowie ihre Familien begleitet. Anders als viele Menschen vermuten, beginnt diese Begleitung häufig bereits ab der Diagnose und kann sich über viele Jahre erstrecken.

Im Mittelpunkt steht nicht das Sterben, sondern das Leben mit der Erkrankung. Ziel ist es, die Lebensqualität des Kindes zu stärken, Familien im Alltag zu entlasten und ihnen in herausfordernden Situationen zur Seite zu stehen. Dabei werden nicht nur die erkrankten Kinder begleitet, sondern auch Eltern, Geschwister und andere wichtige Bezugspersonen.

Der Hospizverein im Pfaffenwinkel unterstützt Familien durch seinen ambulanten Kinderhospizdienst und künftig auch durch das Kinderhospiz St. Martin in Polling.

Bedeutet Kinderhospiz, dass mein Kind bald sterben wird?

Nein. Das ist eines der häufigsten Missverständnisse. Anders als in der Erwachsenenhospizarbeit beginnt die Begleitung in der Kinderhospizarbeit häufig schon kurz nach der Diagnose einer lebensverkürzenden Erkrankung. Viele Kinder und Jugendliche werden über Jahre hinweg begleitet.

Ziel der Kinderhospizarbeit ist es, Familien im Alltag zu unterstützen, Entlastung zu schaffen und die Lebensqualität aller Familienmitglieder zu stärken. Dabei geht es um das Leben mit der Erkrankung und nicht ausschließlich um die letzte Lebensphase. Gerade deshalb verstehen sich der ambulante Kinderhospizdienst und das Kinderhospiz St. Martin als Orte der Unterstützung, Begegnung und Entlastung für die gesamte Familie.

Für welche Kinder und Familien ist die Kinderhospizarbeit da?

Die Angebote richten sich an Familien mit Kindern, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen von 0 – 27 Jahren, die von einer lebensverkürzenden Erkrankung betroffen sind. Dabei spielt die konkrete Diagnose zunächst eine untergeordnete Rolle.

Entscheidend ist, dass die Erkrankung das Leben des Kindes und seiner Familie dauerhaft prägt und besondere Unterstützung notwendig macht. Die Kinderhospizarbeit begleitet deshalb nicht nur das erkrankte Kind, sondern die gesamte Familie – einschließlich Eltern, Geschwistern und nahestehenden Bezugspersonen.

Der Hospizverein im Pfaffenwinkel möchte Familien in dieser besonderen Lebenssituation frühzeitig begleiten und ihnen verlässliche Unterstützung anbieten.

Ab wann können Familien Unterstützung erhalten?

Familien können sich bereits unmittelbar nach der Diagnose einer lebensverkürzenden Erkrankung an den Hospizverein im Pfaffenwinkel wenden. Es ist nicht notwendig, auf eine Verschlechterung der Situation oder die letzte Lebensphase zu warten.

Viele Familien erleben es als entlastend, frühzeitig eine*n Ansprechpartner*in an ihrer Seite zu haben. Die Begleitung kann sich über viele Jahre entwickeln und orientiert sich immer an den Bedürfnissen der Familie.

Je früher Familien die Angebote kennenlernen, desto leichter fällt es oft, passende Unterstützung in Anspruch zu nehmen und ein tragfähiges Netzwerk aufzubauen. Für eine individuelle Beratung sprechen Sie uns gerne an.

Wer kann sich an den Kinderhospizdienst wenden?

An den Kinderhospizdienst können sich betroffene Familien ebenso wenden wie Angehörige, Freunde, Ärzt*innen, Kliniken, Pflegekräfte oder soziale Einrichtungen. Oft nehmen Eltern zunächst Kontakt auf, um sich unverbindlich über die Möglichkeiten der Unterstützung zu informieren. Manchmal sind es aber auch behandelnde Ärzt*innen oder Mitarbeitende von Kliniken, die Familien auf die Angebote aufmerksam machen.

Die Mitarbeitenden des Hospizvereins beraten vertraulich, kostenfrei und unverbindlich. Gemeinsam wird besprochen, welche Unterstützung für die jeweilige Familie hilfreich sein kann.

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie kostenfreie Unterstützung, Beratung und Begleitung für Familien durch den ambulanten Kinderhospizdienst. Herzlichen Dank für Ihr Engagement!

Fragen zur ambulanten Kinderhospizarbeit

Wie unterstützt der ambulante Kinderhospizdienst Familien?

Der ambulante Kinderhospizdienst des Hospizvereins im Pfaffenwinkel begleitet Familien mit einem lebensverkürzend erkrankten Kind in ihrem Alltag. Ziel ist es, Familien zu entlasten, ihnen Orientierung zu geben und sie langfristig auf ihrem Weg zu begleiten.

Die Unterstützung orientiert sich dabei immer an den individuellen Bedürfnissen der Familie. Manche Familien wünschen sich regelmäßige Gespräche, andere freuen sich über gemeinsame Aktivitäten mit dem Kind oder Unterstützung für Geschwisterkinder. Oft geht es auch darum, einfach jemanden an der Seite zu haben, der zuhört, mitträgt und Verständnis für die besondere Lebenssituation hat.

Die Begleitung kann bereits ab der Diagnose beginnen und sich über viele Jahre erstrecken.

Wer kommt zu uns nach Hause?

Familien werden von qualifizierten ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleitern sowie den hauptamtlichen Mitarbeitenden des Hospizvereins begleitet. Vor ihrem Einsatz werden die Ehrenamtlichen sorgfältig auf ihre Aufgabe vorbereitet und kontinuierlich begleitet.

Mit der Zeit entsteht oft eine vertrauensvolle Beziehung, die Familien Halt und Unterstützung geben kann. Die Begleiterinnen und Begleiter nehmen sich Zeit für Gespräche, gemeinsame Aktivitäten oder einfach für das, was im jeweiligen Moment gebraucht wird.

Wie läuft eine ambulante Hospizbegleitung ab?

Jede Begleitung beginnt mit einem persönlichen Kennenlerngespräch. Dabei nehmen sich die Mitarbeitenden des Hospizvereins im Pfaffenwinkel Zeit, die Familie, ihre Situation und ihre individuellen Bedürfnisse kennenzulernen.

Gemeinsam wird besprochen, welche Unterstützung hilfreich sein kann und welche Wünsche die Familie hat. Anschließend wird eine passende ehrenamtliche Familienbegleiterin oder ein Familienbegleiter vermittelt. Die Begleitung erfolgt ganz individuell und kann sich im Laufe der Zeit verändern – je nachdem, was die Familie gerade braucht.

Viele Familien schätzen die Verlässlichkeit und Kontinuität der Begleitung. Oft entsteht über die Jahre hinweg eine vertrauensvolle Beziehung, die Entlastung, Orientierung und Unterstützung im Alltag bietet.

Werden auch Geschwisterkinder begleitet?

Ja. Die Kinderhospizarbeit des Hospizvereins richtet sich ausdrücklich an die ganze Familie. Geschwister erleben die Erkrankung oft auf ihre eigene Weise und stehen dabei häufig zwischen Sorge, Verantwortung und dem Wunsch nach einem möglichst normalen Alltag.

Deshalb werden auch Geschwisterkinder in die Begleitung einbezogen. Sie erhalten Raum für ihre Fragen, Gefühle und Bedürfnisse und erleben, dass auch ihre Perspektive wichtig ist. Die Stärkung der gesamten Familie ist ein zentraler Bestandteil der Kinderhospizarbeit im Pfaffenwinkel.

Können wir die Unterstützung auch im Krankenhaus erhalten?

Ja. Die Begleitung durch den ambulanten Kinderhospizdienst ist nicht auf das Zuhause beschränkt. Familien können auch während eines Krankenhausaufenthalts begleitet werden.

Gerade in dieser oft belastenden Zeit kann es hilfreich sein, vertraute Ansprechpartner an der Seite zu wissen. Der Hospizverein möchte Familien dort unterstützen, wo sie gerade Hilfe benötigen – zu Hause, im Krankenhaus oder später auch im Kinderhospiz St. Martin.

Sie möchten sich als ehrenamtliche*r Kinderhospizbegleiter*in einbringen?

Fragen zur stationären Hospizbegleitung von Kindern und Jugendlichen

Was ist das Kinderhospiz St. Martin?

Mit dem Kinderhospiz St. Martin entsteht in Polling ein (teil-)stationäres Kinderhospiz für Familien mit einem lebensverkürzend erkrankten Kind. Die Eröffnung ist derzeit für Mitte 2028 geplant. Nachdem im April 2026 der Grundstein gelegt wurde, laufen die Bauarbeiten derzeit auf Hochtouren.

Das Kinderhospiz wird acht Plätze für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bieten. Für Eltern und Geschwister stehen Appartements in unterschiedlichen Größen und Aufteilungen zur Verfügung. Im Mittelpunkt stehen die Begleitung und Entlastung von Familien – oft über viele Jahre hinweg.

Die Begleitung der Familien erfolgt durch ein interdisziplinäres Team aus Pflege, Medizin, psychosozialem Bereich und weiteren therapeutischen Fachkräften.

Das Kinderhospiz St. Martin wird ein Ort werden, an dem Familien zur Ruhe kommen, Kraft schöpfen und wertvolle gemeinsame Zeit verbringen können.

Wer kann das Kinderhospiz nutzen?

Das Kinderhospiz St. Martin richtet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 0 und 27 Jahren mit einer lebensverkürzenden Erkrankung sowie an ihre Familien.

Im Mittelpunkt steht immer die gesamte Familie. Deshalb sind auch Eltern, Geschwister und wichtige Bezugspersonen Teil des Konzepts. Die Erkrankung eines Kindes betrifft die ganze Familie – und genau deshalb richtet sich auch die Unterstützung an alle Familienmitglieder.

Können Eltern und Geschwister mitkommen?

Ja. Das Kinderhospiz St. Martin in Polling ist ausdrücklich als Ort für die ganze Familie geplant. Eltern, Geschwister und wichtige Bezugspersonen sollen gemeinsam mit dem erkrankten Kind Zeit verbringen können. Hierfür entstehen sechs Familienappartements, die den Familien während ihres Aufenthalts eine gemeinsame Unterkunft bieten.

Neben Entlastung und Unterstützung geht es dabei vor allem um gemeinsame Familienzeit, schöne Erlebnisse und die Möglichkeit, neue Kraft für den Alltag zu schöpfen.

Warum ist das Kinderhospiz St. Martin auf Spenden angewiesen?

Der Bau und der spätere Betrieb des Kinderhospizes können nicht allein durch öffentliche Mittel und Kostenträger finanziert werden. Auch im laufenden Betrieb ist das Kinderhospiz dauerhaft auf Spenden angewiesen, um Familien umfassend begleiten und Angebote schaffen zu können, die über die reguläre Finanzierung hinausgehen. Deshalb ist das Projekt auf die Unterstützung vieler Menschen, Unternehmen und Stiftungen angewiesen.

Jede Spende hilft dabei, einen Ort zu schaffen, an dem Familien mit einem lebensverkürzend erkrankten Kind Entlastung, Begleitung und neue Kraft finden können.

Sie müssen diesen Weg nicht alleine gehen. Wenn Sie sich Unterstützung, ein Gespräch oder Entlastung im Alltag wünschen, sind wir gerne für Sie da.

Begleitung der ganzen Familie

Warum werden auch Eltern und Geschwister begleitet?

Wenn ein Kind an einer lebensverkürzenden Erkrankung leidet, betrifft das die gesamte Familie. Eltern stehen oft über viele Jahre vor großen emotionalen, organisatorischen und körperlichen Herausforderungen. Geschwister erleben die Situation ebenfalls intensiv und müssen häufig lernen, mit Sorgen, Veränderungen und Einschränkungen umzugehen.

Deshalb richtet sich die Kinderhospizarbeit des Hospizvereins im Pfaffenwinkel nicht nur an das erkrankte Kind, sondern an die gesamte Familie. Ziel ist es, allen Familienmitgliedern Unterstützung, Entlastung und Raum für ihre individuellen Bedürfnisse zu geben.

Gibt es Angebote für Geschwisterkinder?

Ja. Geschwister sind ein wichtiger Teil der Familie und werden in der Kinderhospizarbeit bewusst mit einbezogen. Oft erleben sie die Erkrankung ihres Bruders oder ihrer Schwester sehr intensiv und stellen ihre eigenen Bedürfnisse zurück.

Der Hospizverein im Pfaffenwinkel möchte Geschwistern Raum geben für ihre Fragen, Sorgen und Gefühle. Gleichzeitig sollen sie die Möglichkeit haben, Gemeinschaft zu erleben, schöne Erfahrungen zu machen und einfach Kind sein zu dürfen.

Gibt es Unterstützung für Eltern?

Ja. Eltern tragen oft über viele Jahre hinweg eine enorme Verantwortung und Belastung. Die Kinderhospizarbeit möchte sie in dieser Situation begleiten und entlasten.

Neben Gesprächen und persönlicher Begleitung geht es häufig auch darum, Orientierung zu geben, Kraftquellen zu stärken und Familien mit passenden Unterstützungsangeboten zu vernetzen. Viele Eltern erleben es als hilfreich, Menschen an ihrer Seite zu haben, die ihre Situation verstehen und sie auf ihrem Weg begleiten.

Gibt es psychologische oder psychosoziale Unterstützung?

Ja. Familien mit einem lebensverkürzend erkrankten Kind stehen oft vor besonderen emotionalen Herausforderungen. Der Hospizverein im Pfaffenwinkel unterstützt Familien dabei, passende Hilfsangebote zu finden und vermittelt bei Bedarf weitere Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. Ziel ist es, Familien in belastenden Situationen nicht allein zu lassen und ihnen Unterstützung anzubieten, die zu ihrer individuellen Lebenssituation passt.

Gibt es Trauerbegleitung?

Ja. Der Hospizverein im Pfaffenwinkel bietet auch Unterstützung in Zeiten von Abschied, Verlust und Trauer an. Trauer kann viele Ursachen haben: die Sorge um ein erkranktes Kind, Veränderungen im Familienleben, belastende Krankheitsverläufe oder der Verlust eines nahestehenden Menschen. Familien erleben diese Situationen sehr unterschiedlich und benötigen oft individuelle Formen der Begleitung.

Mit Gesprächen, Begegnungen und weiteren Angeboten möchte der Hospizverein Betroffenen einen geschützten Raum geben und sie auf ihrem persönlichen Weg unterstützen. Denn jeder Mensch trauert anders und jede Familie findet ihren eigenen Umgang mit belastenden Erfahrungen.

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Fragen rund um die Kosten

Wer übernimmt die Kosten der Kinderhospizarbeit?

Die Angebote des ambulanten Kinderhospizdienstes sind für Familien kostenfrei. Die Finanzierung erfolgt überwiegend durch Kranken- und Pflegekassen sowie durch Spenden und Mitgliedsbeiträge.

Auch die Angebote des Kinderhospizes St. Martin sollen Familien unabhängig von ihrer finanziellen Situation offenstehen. Niemand soll aus Kostengründen auf Unterstützung verzichten müssen. Familien können sich bei Fragen zur Finanzierung oder zu den verschiedenen Angeboten jederzeit an den Hospizverein im Pfaffenwinkel wenden.

Warum ist die Kinderhospizarbeit auf Spenden angewiesen?

Die Begleitung von Familien mit einem lebensverkürzend erkrankten Kind ist nur zum Teil durch Kranken- und Pflegekassen finanziert. Viele wichtige Angebote werden erst durch Spenden und Mitgliedsbeiträge möglich.

Dies gilt sowohl für den ambulanten Kinderhospizdienst als auch für den Aufbau und den späteren Betrieb des Kinderhospizes St. Martin in Polling. Der Grundstein für das Kinderhospiz wurde im April 2026 gelegt, die Bauarbeiten laufen derzeit auf Hochtouren. Bis zur geplanten Eröffnung Mitte 2028 bleibt das Projekt weiterhin auf die Unterstützung vieler Menschen, Unternehmen und Stiftungen angewiesen. Jede Spende hilft dabei, Familien Entlastung, Begleitung und wertvolle gemeinsame Zeit zu ermöglichen.